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Kuechenphilosophie
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Der Sinn des Lebens

Das Universum, wie und warum auch immer es entstanden ist, basiert vermutlich auf ein paar wenigen Gesetzmaessigkeiten. Dass im Universum Leben moeglich ist, ist mehr oder weniger ein Zufall. Dass es intelligentes Leben gibt, liegt daran, dass dies eine etwas hoehere Chance hat, laenger zu ueberleben. Leben, dass fuer die Erhaltung seiner Art sorgt, hat natuerlich auch einer hoehere Chance, lange zu ueberleben.
Daher wollen intelligente Lebensformen im allgemeinen ueberleben, sich reproduzieren, sich weiterentwickeln usw.
Dies wollen sie allerdings nur, weil sie dadurch zufaellig in unserem Universum eine hoehere Überlebenschance haben. Als Sinn des Lebens kann man das nicht gerade bezeichnen, es ist nur einfach so, weil es aus den Gesetzmaessigkeiten des Universums folgt.
Eigentlich gibt es sogar gar keinen Sinn des Lebens, denn wo kann in etwas zufaellig entstandenen ein Sinn oder ein Ziel liegen? Dass das Universum gerade entstanden ist (oder produziert wurde), damit darin unser Leben moeglich ist, ist wohl sehr zu bezweifeln.
Also denke ich mal: Es gibt keinen Sinn des Lebens.

Rationalitaet

Das wirft die Frage auf, was eigentlich Rationalitaet ist. Im Allgemeinen versteht man unter rationalem Handeln ein optimales Handeln. Aber optimal in Bezug worauf? Wenn das Leben keinen Sinn, kein Ziel oder sowas hat, was soll dann das Optimum sein?

Exkurs: Moral

Ich war im Studium mal in einer Philosophievorlesung. Es war mehr eine Smalltalk-Runde von einigen Stammtischphilosophen und einem Mann (man koennte ihn Professor nennen), der Fetzen von Ahnung anderer Leute hatte.

Der hat in einer Vorlesung was von einer Einteilung der Moral in Stufen erzaehlt, also sowas wie ein Moralquotient, aber diskret, endlich und durch Blabla definiert.

Das ging so:

Stufe 1:
Ein egoistischer Idiot sozusagen. Er denkt nur an sich selbst, und das auch nur kurzfristig. Wenn er jetzt etwas tun kann, was ihm einen kleinen Nutzen einbringt, ihm in Zukunft aber schaden wuerde, dann wuerde er es tun.

Stufe 2:
Auch ein Egoist, aber er wuerde ebengenanntes nicht tun. Er kann sozusagen Vereinbarungen mit sich selbst treffen.
Daraus folgt auch, dass er gesellschaftliche Regeln befolgt, sofern sie unter Strafe stehen, er sich also langfristig selbst schaden wuerde, wenn er die Regeln nicht beachtete.

Stufe 3:
Ein Mensch, der nicht rein egoistisch handelt, sondern gesellschaftliche Regeln befolgt, und zwar nicht aus Angst vor Strafe, sondern weil er sie fuer sinnvoll haelt.

Stufe 4:
Sozusagen der personifizierte kategorische Imperativ von Kant.
Er haelt sich nicht direkt an gesellschaftliche Regeln, sondern er macht sich seine eigenen, insoweit dass er das tut, was der Menschheit (inklusive allen anderen empfindenden Wesen wie Tieren, Ausserirdischen usw) insgesamt den hoechsten Nutzen bringt.

genug Exkurs.

Man koennte Rationalitaet ja fuer rein logisches Denken ohne Beachtung von Emotionen (so Spock-maessig) halten, aber dann fehlt ja das Optimum.
Man muesste so handeln, dass die Menschen moeglichst viel von dem was sie wollen realisieren koennen. Das fuehrt dann aber wieder auf Emotionen, Instinkte und so'n Kram.
Also was ist nun mit Spock? Muesste er nicht verrueckt werden mit der Zeit, wenn er wirklich alle Emotionen ausblendet? Ich glaub ja.


und nu?

Weiter bin ich noch nicht mit Denken. Im Moment frag ich mich noch:

- Wozu gibt es eigentlich diese Illusion namens "Bewusstsein"? So evolutionsmaessig mein ich...

- Ist Stufe 4 wirklich toller als Stufe 2? Kann ich die Welt nicht als zwei Blackboxes sehen, eine namens "ich" und eine namens "Welt", in der alle anderen Menschen zu "Welt" gehoeren, und dann einfach fuer mich optimal handeln? Oder die ganze Menschheit mit in die "ich"-Kiste packen? Waere das besser und wenn ja, warum?

- Warum ist das Universum so, wie es ist? warum existiert es ueberhaupt? Warum existiert ueberhaupt irgendetwas? Warum gibt es ueberhaupt Existenz?

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